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Sozialwirtschaftsstudie

Sozialwirtschaftsstudie belegt: Wohlfahrtsverbände sind stabilisierende Kraft und bedeutende Gestalter der Gesellschaft




Wie sieht die Praxis aus, diskutierten (v.l.) Michael Albers (AWO-Fachbereichsleiter Inklusion), Torsten Hammann (Generalbevollmächtigter der AWO Hessen-Süd), Hans-Joachim Glasemann (Vorsitzender Werkstattrat) und Heiko Birkenstock (Einrichtungsleiter AWO Integra Tagwerk Erbach). (Foto: Andrea Büchner)
Welchen Mehrwert bringt die soziale Arbeit, die die Arbeiterwohlfahrt (AWO) und die anderen Wohlfahrtsverbände in Hessen tagtäglich erbringen? Kann man diesen überhaupt messen? Und welche Bedeutung hat die Sozialwirtschaft für Hessen? Diesen Fragen auf den Grund gegangen ist nun eine Studie, die am Mittwoch (29.3.) im AWO Integra Tagwerk in Erbach vorgestellt wurde.

7.300 Einrichtungen gibt es in Hessen, rund 113.000 Menschen arbeiten bei einem der sechs Wohlfahrtsverbände und rund 160.000 engagieren sich ehrenamtlich in den verschiedensten Bereichen. Die Zahlen zeigen, die sechs Spitzenverbände AWO, Caritas, Diakonie, Parität, Rotes Kreuz und der Landesverband der jüdischen Gemeinden, sind ein wichtiger Arbeitgeber und Ort für viel Engagement.
Die nun veröffentlichte Sozialwirtschaftsstudie vom Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e. V. Frankfurt im Auftrag der Liga Hessen ist weiter der Frage gefolgt, welche sozialstaatlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen die Freie Wohlfahrtspflege für Hessen hat. Untersucht wurden hierfür ausgewählte Arbeitsfelder wie die Flüchtlingshilfe, Altenhilfe, Ehrenamt und Schuldnerberatung.
AWO-Generalbevollmächtigter Torsten Hammann erklärte dazu, dass gerade zu Krisenzeiten die Wohlfahrtsverbände für „gesellschaftliche Stabilität“ sorgen. „Die Wohlfahrtsverbände sind eine integrative Kraft und sorgen aktiv für den Zusammenhalt in der Gesellschaft“, so Hammann bei der Präsentation der Ergebnisse. Die Studie belegt außerdem: Soziale Arbeit lohnt sich finanziell in vielen Arbeitsfeldern. Die Verbände sind nicht nur Dienstleister, Arbeitgeber und Solidaritätsstifter. „Sie reinvestieren ihre Mittel in die Soziale Arbeit und das spart der öffentlichen Hand Geld“, so Hammann vor rund 70 geladenen Gästen im AWO Integra Tagwerk.  

Aktionswoche zeigt Ergebnisse in der Praxis auf
Um die Ergebnisse der Studie in der Praxis zu zeigen, hat die Liga Hessen eine hessenweite Aktionswoche unter dem Motto „WIR sind Gesellschaft“ organisiert. Eine Station ist hierbei war AWO Integra Tagwerk in Erbach. Das AWO Integra Tagwerk in Erbach ist eine Tagesstätte und Werkstatt für psychisch kranke Menschen in gemeinsamen Räumlichkeiten. Die tagesstrukturierenden Maßnahmen und Arbeitsangebote dienen der sozialen und beruflichen Rehabilitation gleichermaßen.
„Dadurch können wir auch wiederkehrende Aufenthalte in der Psychiatrie vermeiden und den Menschen individuelle Hilfe anbieten“, fasst Einrichtungsleiter Heiko Birkenstock ein wesentliches Ziel des AWO Integra Tagwerks zusammen. Menschen erfahren im Tagwerk Stabilität und können so wieder an den Alltag herangeführt werden. Durch die verschiedenen Arbeitsbereiche im AWO Integra Tagwerk besteht hier die Möglichkeit seine Fähigkeiten weiterzuentwickeln und sich für weitere berufliche Stationen zu qualifizieren.

 Angebote auch für Firmen
Das AWO Integra Tagwerk bietet darüber hinaus auch professionelle Aktenvernichtung für Firmen, einen Montageservice, eine Holzwerkstatt und eine Kreativwerkstatt an.
 Mehr über die Leistungen und Angebote des AWO Integra Tagwerks in Erbach gibt es telefonisch unter 06062-9440 2305 oder unter www.awo-hs.org/inklusion.