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gegen Rassismus

Im Rahmen der internationalen Aktionswoche“ gegen Rassismus „war Dieburg dabei!
 
In Kooperation mit der Arbeiterwohlfahrt Dieburg, dem DGB Dieburg,der Stiftung gegen Rassismus und dem Bündnis Aufstehen gegen Rassismus im Landkreis Darmstadt-Dieburg, wurde am 21. März 2018 ein Diskussionsabend durchgeführt, wobei mehrere Vertreter etnischer Minderheiten anwesend waren. Ort dieser Location war das Fechenbacher Schloss.

Frau Eva Rosenau, Behindertenbeauftragte der Stadt Dieburg,hielt am Anfang ein Referat über den IST- Stand der Behindertenarbeit in Dieburg. Wobei sie betonte, dass gerade in Dieburg vieles schon umgesetzt worden ist, was Menschen mit eingeschränkter Mobilität behindert, um am sozialen Geschehen in der Stadt teilzunehmen. Ihr Schwerpunkt aber war an diesem Abend der Umgang mit Intensitäten. Berührungsängste, das aufeinanderzugehen und die Kommunikation generationsübergreifend. Die anschließende lebhafte Diskussion zeigte, dass die Problematik von Menschen mit eingeschränkter Mobilität in den Grundzügen deckungsgleich ist mit den Problemen anderer Minderheiten. Frau Hülya Lehr, Vorsitzende des DGB´s Dieburg folgte in der Vortragsreihe und führte anhand von aktuellen Beispielen wie die rechte Szene strategisch vorgeht und in welchem Umfang sie die neuen Medien hierfür instrumentalisieren. Das die Taktik der erzkonservativen und rassistisch orientierten Gruppierungen aufgeht, zeigt sich international unter anderem in Polen, in Ungarn, in Frankreich, in Italien und natürlich auch in Deutschland, durch die Einflussnahme zum Beispiel der AFD in unsere Innenpolitik.

In der Plenardebatte anlässlich der Internationalen Woche gegen Rassismus hat sich Frau Lisa Gnadl entschieden gegen den alltäglichen Rassismus und rassistische Gewalt ausgesprochen. Politikerinnen und Politiker hätten aufgrund ihrer Vorbildfunktion eine besondere Verpflichtung.  Der Kampf gegen Rassismus müsse ein stetiger sein. „Es erfordert Mut und einen langen Atem, die Straßen, die Debatten und Internetforen nicht dem Rassismus zu überlassen“, so Gnadl.

Diese Gedanken aber sind gerade heute, eigentlich gesellschaftsrettende Gedanken, über die konkret lebenspraktisch jeden Tag neu nachzudenken gilt. Wehret den Anfängen.
 
Dieter Corban
 
1. Vorsitzende der AWO-Dieburg