AWO family gGmbH

Geburtstagsgratulation

Pressemitteilung                       16.04.2018

Schwungvolle Geburtstagsgratulation bei den AWO-Senioren

Beim Seniorennachmittag der AWO Mühltal am 11.4.2018 begleitete Hartwig Zeidler schon zu Beginn den gemütlichen Kaffeeplausch mit schwungvoller Akkordeon-Musik.

Nach der offiziellen Begrüßung durch Friedrich Wolbold folgte die Gratulation für die Geburtstagskinder der Monate Januar, Februar und März.

Jutta Hentze stellte zu diesen 3 Monaten jeweils eine interessante Persönlichkeit vor.

Für Januar war es Louis Braille, der Erfinder des nach ihm benannten Punktschriftsystems für Blinde, der Brailleschrift. Louis Braille wurde am 4.1.1809 in Coupvray bei Paris sehend geboren. Im Alter von 3 Jahren erblindete er nach einem Unfall. Mit Hilfe von Freunden wurde ihm dennoch ein Schulbesuch ermöglicht, zunächst am Heimatort, dann in Paris. Louis Braille lernte dort mit 13 Jahren die für militärische Zwecke erfundene „Nachtschrift“ kennen, die er erheblich vereinfachte. 1825 hatte er 16-jährig seine Blindenschrift fertig gestellt. Sie basiert auf einer 6 Punkte-Zelle (wie die 6 auf einem Würfel). Mit seiner Blindenschrift konnte Louis Braille schnell schreiben und lesen. Dies wollten ihm aber lange Zeit nur wenige Leute glauben. 1839 erfand Louis Braille auch eine entsprechende Notenschrift, die sich schnell international durchsetzte. 1850 wurde die Brailleschrift an den französischen Blindenschulen eingeführt, in Deutschland erst 1879. Louis Braille starb am 6.1.1852 in Paris an Tuberkulose.

Für Februar stellte Jutta Hentze Alfred Edmund Brehm vor. Alfred Brehm wurde am 2.2.1829 in Thüringen geboren und starb dort am 11.11.1884. Alfred Brehm war ein berühmter deutscher Zoologe. Er wurde bekannt durch „Brehms Tierleben“. In diesem 8-bändigen Werk hat Alfred Brehm die Ergebnisse seiner Forschungsreisen unterhaltsam beschrieben und von Tierillustratoren bebildern lassen. Alfred Brehm hat aber auch den Hamburger Tierpark entwickelt und in Berlin das berühmte Aquarium. Am Geburtsort Alfred Brehms, in Renthendorf, gibt es die Brehms-Gedenkstätte.

Für März stand Josephine Cochrane, die Erfinderin der ersten Geschirrspülmaschine. Josephine Cochrane wurde am 8.3.1839 in Valparaiso in Indiana (USA) geboren. Sie lebte wohlhabend. Von ihrem teuren Geschirr ging beim Abwasch durch unvorsichtige Angestellte häufig etwas zu Bruch, was der Frau des Hauses missfiel. Josephine Cochrane hatte dank ihres Vaters, einem Bauingenieur, gutes technisches Verständnis. Dies half ihr, speziell auf die Größe des Geschirrs zugeschnittene Drahtkörbe zu flechten und sie mit Hilfe eines Mechanikers in einen großen Kupferkessel einzupassen. Dort sollte das Geschirr von heißem Seifenwasser umspült werden. Am 28.12.1886 meldete die 47-jährige Josephine Cochrane die erste Geschirrspülmaschine zum Patent an. In der von männlichen Erfindungen dominierten Welt konnte sie aber erst 7 Jahre später auf der Weltausstellung 1893 in Chicago überzeugen. Danach dauerte es noch lange Zeit, bis der Geschirrspüler in private Haushalte kam. Die Erfinderin starb mit 74 Jahren am 3.8.1913.

Hartwig Zeidler unterhielt die anwesenden Senioren zwischen den einzelnen Gratulationen und auch am Ende der gelungenen Veranstaltung mit bekannten Melodien, zu denen auch eifrig mitgesungen wurde.