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AWO feiert 100. Geburtstag

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) feiert 100.Geburtstag

Zur ersten Sitzung im neuen Jahr trifft sich der Vorstand des AWO Ortsvereins Groß-Umstadt am Mittwoch, 23.Januar um 19 Uhr im ‚Haus Weinbergblick‘, um die nächsten Veranstaltungen zu planen und vorzubereiten.

Zunächst  lädt die AWO ein zu einem Vortrag zu dem Thema Demenz am Donnerstag, 31.01.2019, 18:30 Uhr im Seniorenheim ,Haus Weinbergblick, Realschulstraße 31, in Groß-Umstadt mit dem Titel "Warum legt Oma ihre Brille in den Kühlschrank?"

Der Referent  Günter Christ, ehrenamtlicher Seniorenbeauftragter des Landkreises Darmstadt-Dieburg und Seniorenbeauftragter des AWO Kreisverbandes Darmstadt-Dieburg, wird einfühlsam das Thema aus der sogenannten Angst-Zone herausholen und mit einigen netten, zum Teil auch humoristischen, aber auch nachdenklichen Beispielen besprechen.

Die Arbeiterwohlfahrt wird 100 Jahre alt

„Wer weiß eigentlich, was die „Arbeiterwohlfahrt“ ist? Ist das heute nicht ein ziemlich antiquierter Name?“, wurde Ortsvereinsvorsitzender Helmut Kaufmann mal wieder gefragt.

Dazu Helmut Kaufmann: Tatsächlich hat man sich auch in der Arbeiterwohlfahrt, kurz AWO, schon Gedanken darüber gemacht, ob man den Namen nicht modernisieren sollte. Man ist aber doch dabei geblieben, weil der Name historisch ist und  über die Jahrzehnte zu einem Markennamen geworden ist. Dazu muss man wissen, dass die AWO inzwischen  100 Jahre alt ist. Sie wurde 1919, also kurz nach dem 1.Weltkrieg, von sozialdemokratischen Frauen gegründet. Auf Basis der Werte Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit – wie auch in der SPD – wollte man Solidarität zeigen, um der notleidenden Bevölkerung, insbesondere der Arbeiterschaft, Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten. Also kümmerte man sich um Kinder und Jugendliche, die teilweise entwurzelt waren, gründete Suppenküchen, um dem Hunger zu begegnen und richtete Nähstuben ein.

Inzwischen hat sich die Gesellschaft und auch die AWO natürlich verändert. Aber immer noch arbeitet die AWO mit ehrenamtlichem Engagement und andererseits mit professionellen Dienstleistungen für eine sozial gerechte Gesellschaft. Die AWO ist aktuell einer der größten Wohlfahrtsverbände mit etwa 335.000 Mitgliedern, der sich, wie in solchen Organisationen üblich, in Landes- bzw. Bezirksverbände, Kreisverbände und die Ortsvereine in den Kommunen gliedert. Hier wird viel ehrenamtliche soziale Arbeit geleistet.

Während der Nazi-Herrschaft war die AWO verboten, wurde aber auch in Groß-Umstadt schon bald nach dem 2.Weltkrieg mit dem ersten Bürgermeister Hartmann wieder gegründet. Später war Käthe Siegler viele Jahre Vorsitzende des AWO Ortsvereins Groß-Umstadt. Nach ihrem Tode 1979 gab es keine Aktivitäten seitens der AWO mehr. Erst 2009 fanden sich wieder zahlreiche Groß-Umstädter zur Wiedergründung des AWO Ortsvereins. Anfang Februar 2009 trafen sich im Clubraum der Stadthalle 17 Gründungsmitglieder und etliche Gäste, um den Ortsverein aus der Taufe zu heben. Zum Vorsitzenden wurde dabei Horst Schneberger gewählt. Er hatte dieses Amt 8 Jahre inne, bevor er es vor 2 Jahren an Helmut Kaufmann weitergab.

Am 28.März wird sich die AWO zur Jahreshauptversammlung im Bürgerhaus Klein-Umstadt treffen, um Rückschau zu halten, einen neuen Vorstand zu wählen und die Veranstaltungen für das Jubiläumsjahr 2019 zu planen.

Jubiläumsparty am 05.April

Schon jetzt plant der AWO Ortsverein gemeinsam mit dem Kreisverband Darmstadt-Dieburg ein Jubiläumsfest am Samstag, 05.April im ‚Portugiesischen Club‘ Groß-Umstadt. Dabei werden nach dem offiziellen Teil ab 19 Uhr die „Die zwei Tontäubchen“ bis in den späten Abend für musikalische Unterhaltung sorgen. Die Bevölkerung ist schon jetzt herzlich eingeladen. „Die zwei Tontäubchen“ aus Michelstadt, Saxophonistin Anke Rible und Sängerin Michaela Tischler, sind im besten Sinne des Wortes außergewöhnlich. Sie begeistern mit ihrem Musik-Duo überall dort, wo kurzweilige Showeinlagen oder auch abendfüllende musikalische Unterhaltung gewünscht wird.