AWO family gGmbH

Einsamkeit

Einsam in Deutschland

 

Ist dies ein Tabuthema? Ab und zu hin und wieder einen Ruhebereich zu haben für sich alleine sein, ist wohltuend. Aber wenn dies zu einem Dauerzustand wird, wird einem das
Leben verleitet.

Wir versuchen in den sozialen Medien, sprich Facebook, Whatsapp und Twitter, uns zu unterhalten haben mehrere 100 „Freunde“. Wir erreichen Sie über Handy rund um die Uhr,


aber das Gefühl miteinander zu sein stellt sich nicht ein. Man verhungert selig, fürchtet die Einsamkeit und sehnt sich nach emotionaler körperlicher Nähe. Dieser Zustand wird

sichtbar durch mehrere Katzen in der Wohnung die alles Vermüllen. Man irrt einsam und verlassen durch die Stadt, oder man starrt an die kahle Wand eines Pflegezimmers.

Einsamkeit zieht sich quer durch sämtliche Altersstufen. Frauen z. B. im Alter von 35-74 Jahren haben ein verstärktes Einsamkeitsgefühl. Betroffen sind auch jüngere Leute durch

einen Wohnungswechsel oder weil sie in einer anderen Stadt studieren, sie fühlen sich vermehrt einsam. Wir als Menschen haben ein grundlegendes Bedürfnis in Gemeinschaften zu

leben, ein soziales Netzwerk zu haben.

Manchmal fühlt man sich in einem großen Freundeskreis, entsprechend Familie und festem Job so verlassen, dass man es manchmal nicht mehr aushält. Wenn man mit Paaren

spricht hört man oft: „ich bin mit meinem Mann seit über 20 Jahren verheiratet, aber wir leben nebeneinander her. Wir haben uns manchmal tagelang nichts zu sagen, ich fühle mich

einfach nur allein.

Ist das das Leben, dass ich wirklich leben möchte?

Einsamkeit unterscheidet sich vom Alleinsein, dass es ein Gefühl ist und kein Zustand.

Gründe der Einsamkeit gibt es viele: nach dem Tod eines geliebten Menschen oder nach der Trennung oder eventuell nach dem Wohnungswechsel. Hier entsteht der Nährboden für

soziale Ängste und Schüchternheit. Die Angst dass daraus Krankheiten entstehen und die Einsamkeit wächst.

Was kann ich tun?

Auch wenn es sehr schwer fällt, das Tabuthema ansprechen, sich anderen mitteilen!

Auf andere Menschen zu gehen: neue Kontakte knüpfen beim Sport, beim Tanzen beim Wandern oder auch in Vereinen oder auch bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO).

Dabei gilt: „dranbleiben“! Beharrlichkeit ist das wesentlich.

Abschied nehmen: - Einsamkeitsgefühle sind auch etwas vertrautes. Wer sie hinter sich lassen will muss loslassen, um neu zu beginnen.

 

1. Vorsitzender des AWO OV-DA-Di
                  

        Dieter Corban